Montag, 22. Januar 2018

Forderungsmanagement - unerlässlich und trotzdem oft vernachlässigt

Leider ist zunehmend zu beobachten, dass die Zahlungsmoral zu wünschen übrig lässt. Offene Forderungen trotz erbrachter Leistungen können die Existenz eines Unternehmens bedrohen. Ein gutes Forderungsmanagement in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt kann diesem entgegenwirken. Erfahrungen zeigen, dass bei frühzeitiger Einschaltung eines Rechtsanwalts deutlich über 60 % der offenen Forderungen sogar ohne Mahn- oder Klageverfahren realisiert werden können, wenn nicht tatsächliche Insolvenz des Schuldners Grund für die Nichtzahlung ist. Eine anwaltliche Mahnung wird von Schuldnern regelmäßig ernst genommen, da sie nach Ablauf einer vom Anwalt gesetzten Frist ohne Weiteres mit einer für sie letztlich teuren Klage rechnen.

Da die eigenen Personal- und Sachkosten eines Forderungsmanagements allenfalls in nur sehr geringfügigem Umfang erstattungsfähig sind, sollte das Forderungsmanagement nach erfolgloser eigener Mahnung auf einen Anwalt übertragen werden. Anderenfalls werden wertvolle Kapazitäten Ihrer Firma ohne Gegenleistung gebunden. Anders als bei den Kosten eines vor Titulierung eingeschalteten Inkassodienstes, dessen Kosten oftmals nur zum Teil erstattet werden müssen, sind die anwaltlichen Kosten grundsätzlich aus dem Gesichtspunkt des Verzugsschadens voll vom Schuldner zu erstatten. Nach den Grundsätzen der Rechtsprechung muß der Schuldner die Kosten eines Inkassobüros nämlich regelmäßig nur dann erstatten, wenn der Gläubiger bei der Beauftragung davon ausgehen durfte und konnte, dass der Schuldner daraufhin die Forderung sofort bezahlen würde. Auch sind die Kosten eines Inkassodienstes nur in angemessener Höhe erstattungsfähig. Es ist ersichtlich, dass gerade zahlungsunwillige Schuldner hier alle Hebel in Bewegung setzen, um jedenfalls diese Mehrkkosten anzugreifen, so dass es letztendlich Ihnen obliegt, diese zu begründen und geltend zu machen. Zwar weisen die Inkassodienste auf diese Probleme hin, das Risiko liegt dort jedoch letztendlich bei Ihnen.

Letztendlich ist ein erfolgreiches Forderungsmanagement immer davon abhängig, dass individuell gehandelt wird und auch Kriterien wie laufende Geschäftsbeziehungen, ausstehende Aufträge oder persönliche Gesichtspunkte im Einzelfall beachtet werden. Hier stellen insbesondere die von Inkassodiensten verwendeten gerichtlichen Mahnbescheide oftmals ein stumpfes Schwert da, da diesen ohne Angabe von Gründen widersprochen werden kann, so dass ein Klagverfahren erforderlich wird. In den Fällen, in denen letztendlich eine gerichtliche Verfolgung der Ansprüche erforderlich wird, ist die Einschaltung eines Anwalts dann ohnehin angezeigt. Hier ist zu beachten, dass Teile der Kosten der außergerichtlichen Tätigkeit des Anwalts auf die Kosten der weiteren gerichtlichen Rechtsverfolgung angerechnet werden. Eine Anrechnung von Kosten eines Inkassobüros auf anwaltliche Tätigkeit ist hingegen nicht möglich.

Im Fall einer regelmäßigen Zusammenarbeit mit einem Anwalt im Inkassobereich besteht schließlich die Möglichkeit eine Abrechnungsvereinbarung zu treffen, nach welcher der Auftraggeber die vollen gesetzlichen Anwaltsgebühren nach dem RVG dann tragen muß, wenn das Geld beigetrieben werden konnte. Da in diesen Fällen der säumige Schuldner diese Kosten jedoch erstattet, belastet dieses den Auftraggeber im Ergebnis nicht. Für die Fälle, in denen keine Forderungsbeitreibung realisiert werden kann, kann eine erfolgsabhängige Honorierung unter Vereinbarung einer günstigen Fallpauschale vereinbart werden.

Im Rahmen des Forderungseinzugs

  • verfolge ich Ihre Forderungen gegenüber Ihren Schuldnern außergerichtlich
  • tituliere ich Ihre Forderungen gerichtlich
  • setze ich Ihre Forderung im Rahmen des Zwangsvollstreckungsverfahren durch

 

 
Webdesign von www.falkwegner.de